Übersicht Geschichte der Zeitmessung Entwicklung der Räderuhren
TEMPORALSTUNDE Pendel & Eierlein Die Uhrmacher
Wichtige Erfindungen Moderne Zeitmessung Literaturhinweise


Die Temporalstunde:

In den Klöstern bzw. im kirchlichen Bereich teilte man den Tag in zwei Teile. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang = Lichttag, und von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang = Nacht. Man teilte diese Abschnitte in jeweils zwölf Stunden. Im Sommer waren also die Tagstunden länger als die Nachtstunden, im Winter war es umgekehrt. Mit fortschreitender Genauigkeit wurde die Notwendigkeit der 24 Stunden Zählung, auch griechische Uhr genannt, erforderlich.

Man begann den Tag um Mitternacht und teilte ihn in 24 Stunden. Die Uhren des frühen Mittelalters hatten alle als Zeitregler die Waag auch Foliot genannt, ein waagrechter Balken mit verstellbaren Reguliergewichten an den Enden. Dieser Balken war auf einer senkrechten Achse befestigt und hatte zwei Spindellappen, heute Paletten genannt. Diese Hemmung wurde Spindelhemmung genannt.

Die Antriebskraft, welche von Gewichten, meist dicken Felsbrocken, über die Räder, Getriebe genannt, auf das Hemmungsrad wirkte schleuderte so den Waagbalken in die eine oder andere Richtung. Die Hemmung hindert also das Räderwerk vor dem unkontrollierten ablaufen und ermöglicht dadurch den justierbaren Ablauf. Mit der Achse eines vorher berechneten Rades, Stunden- oder Zeigerrad genannt, konnte man die Zeit ablesbar machen.

Diese Zeitanzeige zeigte mit dem Stundenzeiger auf einer graduierten Scheibe, Zifferblatt genannt, die Zeit an. Erst ab 1570 gibt es den Minutenzeiger der im 17. Jhdt. allgemein üblich wurde.


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